Bildung ist die wichtigste Investition, die ein Staat machen kann ...
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Grundsätzliche Haltung der bayerischen Zentrumspartei zur Bildungspolitik in Bayern:
- Gymnasium darf nicht nur für Hochbegabte, die in schulnähe wohnen schaffbar sein.
- Voraussetzung für die Einführung einer Schulzeitverkürzung sind wirksame neue didaktische Konzepte.
- Ein abgespeckter neuer Lehrplan muß aufgestellt werden, der die Kernkompetenzen Gesellschaft, Sprachen und Geschichte intakt lässt.
- Es muß eine massive Aufstockung der Lehrkörper um neue, verbeamtete Vollzeitstellen geben.
- Sofortige Aussetzung des G8, bis die Voraussetzungen für einen Schulerfolg aller erfüllt sind (Chancengleichheit).
- Modifikation des dreigliedrigen Schulsystems ums eine optimale Vorbereitung aller Kinder für das Leben und gesamtgesellschaftlich eine Ausbildung der Talente aller Kinder sicherzustellen.
- Anerkennung der natürlichen Veranlagungen von Jungen und Mädchen - gezielte Förderung von Jungen. Abkehr von der irrigen Ideologie des Gender Mainstreaming.
Optimale Förderung aller Kinder
Die Zentrumspartei setzt sich dafür ein, dass alle Kinder gemäß ihrer Fähigkeiten und Begabungen optimal gefördert werden - ein Lippenbekenntnis, das man von allen Parteien immer wieder hört.
Für uns bedeutet das konkret:
- Festhalten am gegliederten Schulsystem. Mit einer Auffächerung der Schulformen kann gewährleistet werden, dass auf verschiedene Lernbegabungen (Lerntypen, das ist der jeweils stärker visuell, akustisch oder manuell orientierte Stofferwerb) und auf verschiedene Lerngeschwindigkeiten eingegangen werden kann.
- Die Gruppierung von Kindern soll mit einer Adaption der didaktischen Methoden einhergehen, nicht nur mit einer geänderten Menge von Lernstoff. Idealerweise wird das lernen in eine 3*3 Matrix aufgefächert, bei der in drei Schulformen jeweils drei Methodisch differenzierte Lernformen praktiziert werden.
- Der Landesverband Bayern plädiert für die Festschreibung einer Untergrenze der Bildungsausgaben, die sich an den Einnahmen (im Haushalt) des Landes Bayern orientieren. Diese Ausgaben sollten sowohl als Prozentsatz als auch als Minimum pro Kind festgeschrieben werden, so daß sowohl bei sinkender Kinderzahl, als auch bei Einnahmeneinbußen die Qualität der Bildung als echte Zukunftsinvestition sichergestellt sein.
- Die Durchlässigkeit zwischen den Schulformen soll durch systematische Programme sichergestellt werden, bei denen Schülerinnen und Schüler systematisch beobachtet und bei entsprechenden Potentialen in einem Übergangsprogramm schrittweise, unter besonderer Förderung und Vorbereitung auf den weiteren Schulweg in der anderen Schulform vorbereitet werden. Dadurch soll der Schulerfolg in der anderen Schulform sichergestellt werden, ohne dass Eltern den Weg privater Nachhilfe etc. gehen müssen.
- gezielte Förderung des Lehrerberufes, leistungsabhängige Bezahlung, Modifikation des Beamtenstatus, so dass jungen Lehrkräften eine dauerhafte , lebenslange Perspektive im Schuldienst geboten werden kann.
- laufende, obligatorische Lehrerfortbildung, Verzahnung von Bildungs- und pädagogischer und didaktischer Forschung mit dem Einbringen der Forschungsergebnisse in den Schulalltag.
- Faktum ist: Deutschland braucht als Exportnation Know-How
Träger in technischen Berufen und Ingenieurwissenschaften.
Trotz
massiver AufwändeIrrweg "Gender Mainstreaming:"Bis
heute sind Beträge in Mrd. Höhe für
spezifische Mädchen-
und Frauen- förderprogramme ausgegeben worden.
Alle diese
Programme haben zum Ziel,
die Quoten von Mädchen und Frauen in technischen Berufen zu
erhöhen.
Bei niedrigen Einschreibe- quoten in technischen Fächern sind
die tatsächlich
erreichten Abschlüsse sogar noch geringer., die die
entsprechende
Fächerwahl bei Mädchen zum Ziel hatten, ist es bis
heute nicht gelungen, eine annähernd notwendige Zahl von
Mädchen für technische Studiengänge zu
gewinnen. Gleichzeitig ist wissenschaftlich belegt, dass Jungen
naturgegeben eine größere Affinität zu
diesen gesellschaftlich-wirtschaftlichen
Schlüsselfächern haben. Daher tritt das bayerische
Zentrum für eine gezielte Förderung von Jungen ein,
um die Quote von Schulabschlüssen und die
studienfähigkeit und studienmotivation von Jungen zu
erhöhen. Dies darf allerdings nicht zur Benachteiligung der
aktuell in der Schule bevorzugten Mädchen führen.
Überstürzte Einführung des 8-jährigen Gymnasiums
In ganz Bayern leiden Familien unter der überstürzten Einführung der Schulzeitverkürzung im Gymnasium. Die Verkürzung bedeutet ein Achtel mehr Lehrstoff pro Schuljahr unterbringen zu müssen. Da die pädagogisch/didaktischen Konzepte nach wie vor die selben sind wie vor der Verkürzung
Die jetzt angedachte Verkürzung des Stoffes geht wieder einmal in die falsche Richtung. Die Zentrumspartei Bayern erkennt, dass die wichtigste Befähigung unserer Kinder in einer immer schnellebigeren und informationsgetrieben Welt die Kommunikation ist. Heute müssen Menschen in immer kürzerer Zeit mit immer mehr Informationen umgehen. Internationale Beziehungen erfordern immer mehr Verständnis für Sprache, kulturelle Eigenheiten und die Geschichte anderer Völker. Das Erlernen von Geschichte, Geographie, Sozialkunde und Sprachen ist also wichtiger denn je.
Demgegenüber werden in den Naturwissenschaften und in Mathematik zum Teil überholte Inhalte, zum Teil doppelte Inhalte (Physik/Chemie) oder völlig unsinnige Überspezialisierung (Mathematik) vermittelt, die entweder lebenslang nicht mehr benötigt werden oder in einem Spezialstudium an der Universität oder in einer Ausbildung sowieso fachbezogen vermittelt werden.
Da bislang noch nichts verändert wurde, wird die Unterrichtswoche unserer Kinder um im Schnitt vier Schulstunden pro Woche verlängert - nimmt man pro Schulstunde die von den Lehrern empfohlenen 30 Minuten häusliche Nacharbeit dazu, so kommt man schnell auf fast 6 Stunden zusätzlich pro Woche.
Gerade daß sich das Gewirr um die vermurkste Rechtschreibreform lichtet, stürzt sich der bayrische Kultusminister in das nächste Abenteuer, das für die betroffenen Kinder potentiell in einem Desaster enden kann. Natürlich gibt und wird es immer Kinder geben, die mit der zusätzlichen Belastung fertig werden. Die Zahl der Kinder, die das Gymnasium aber nicht mehr schaffen, steigt dramatisch an. Eine Familie, die nicht durch zusätzlichen Nachhilfeunterricht oder massive Förderzeit der Eltern den Kindern unter die Arme greifen kann, hat es schwer.
Besonders betroffen sind auch Kinder, die nicht direkt in der Nähe der Schule wohnen. Für sie addieren sich nochmal eine bis zwei Stunden Fahrzeit pro Tag zur reinen Schulzeit hinzu; steigt die Belastung nochmals an. Es ist klar, daß Arbeitsgemeinschaften, Chor oder Orchster, ein Musikinstrument, Katholische Jugend oder Ministranten, eine Sportart, Theater oder einfach nur Zeit zum Spielen und Lesen da keinen Platz mehr finden. Der Tag der Kinder ist verplanter und gehetzter als ein Managerkalender.
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