News Partei Persönlichkeiten Programme Mitgliedschaft Sitemap
Startseite Programme Standpunkte

Programme


Standpunkte


Online spenden
Kontakt Impressum Haftungsausschluss

Newsletter-Anmeldung
   
E-Mail Adresse:
Welche News möchten Sie erhalten?  
Eintragen
Austragen


Unsere Standpunkte zur Informationsgesellschaft

Privatsphäre und Vorratsdatenspeicherung

Seit Urzeiten sind wir Menschen fast immer und überall anonym. Anonymität ist der Normalfall. In Ihrem Bewußtsein ist fest verankert, dass so gut wie kein Menschen um Sie herum, sei es im Supermarkt, beim Stadtbummel, in der Bibliothek oder Apotheke, weiss, wer sie sind, woher sie gerade kommen und welche anderen Leute Sie kennen. Das gilt auch für die Angestellte oder Beamte des Staates - einschließlich der Polizei. Erst wenn Sie begründeter Verdacht besteht, daß Sie etwas unerlaubtes machen, werden Sie aufgefordert, ihre Anonymität zu verlassen und sich z. B. durch den Personalausweis zu identifizieren.

Dieses Grundlegende Paradigma wird durch die Gesetzesvorhaben der Regierung aufgehoben. Jeder wird überall idenzifiziert, z. B. durch das mitgeführte Mobiltelefon (gespeichert wird auch ohne Benutzung jeder Standort und so wird jeder Weg den Sie gehen und jeder Ort den Sie aufsuchen nachvollziehbar) oder den zukünftig in den Personalausweis integrierten Funkchip, der aus bis zu 100 Metern ausgelesen werden kann, ohne dass Sie ihn aus Ihrem Geldbeutel holen müssen. Daneben werden natürlich alle elektronischen Wege aufgezeichnet, was Sie im Internet angesehen haben, wann Sie wem eine e-Mail geschickt haben oder wann Sie von wem eine e-Mail erhalten haben usw. usf..

In den hier verlinkten Beiträgen aus ARD und ZDF wird deutlich, daß die Ministerin Zypries die Unwahrheit sagt, wenn sie behauptet, daß sich gegenüber dem Stand des Jahres 2007 mit der Vorratsdatenspeicherung eigentlich nichts ändert.

Die Zentrumspartei Bayern meint dazu klar: Dies sind Schritte in Richtung eines totalen Überwachungsstaates. Das Faktum, daß die Daten darüber hinaus an über 30 ausländische Staaten weitergegeben werden sollen, in denen nicht unbedingt die gleichen Standards eingehalten werden wie in Deutschland, aber auch die zahlreichen Skandale, die das Justizministerium in Punkto Datenschutz bereits hinter sich hat, zeigen: nur Daten, die erst garnicht gespeichert wurden, können im Nachhinein auch nicht missbraucht werden.

Das Jahr 2008 war für den Datenschutz ein schwarzes Jahr. Die Regierung hat viele - handwerklich schlechte - Gesetze auf den Weg gebracht, die die Privatsphäre unbescholtener Bürger nicht nur ausgehöhlt, sondern komplett abschafft. Gleichzeitig war das Jahr 2008 das Jahr der Datenschutzskandale, die bewiesen haben, daß Daten bei den Treuhändern wie Großunternehmen und staatlichen Stellen nicht in guten, sicheren Häden sind. Jeder halbwegs kundige kann beliebig Daten ausspähen und ohne Spuren zu hinterlassen modifizieren - zu Lasten der gesetzestreuen Bürger. Das hastig danach vorgelegte Datenschutzkonzept von Dr. Schäuble ist eine Farce, die die Lage der Bürger sogar noch deutlich verschlimmert und jahrelange Übergangsfristen vorsieht.

Auch harmlose Menschen, die sich nie etwas haben zu schulden kommen lassen, können nun in das Fadenkreuz der Ermittlungsbehörden geraten: eine Abwehr derartiger Verdächtigungen ist dem normalen Bürger kaum möglich. De facto ist das sogar soweit unmöglich, daß zahlreiche Rechtsschutzversicherungen für derartige Strafverfolgung keinen Rechtsschutz mehr anbieten - trotz Unschuld wird der Bürger rechtsschutzlos!

Lesen Sie zu diesem Thema auch unsere Pressemitteilungen:


Filmbeitrag aus dem ZDF heute-journal zur Vorratsdatenspeicherung

Unrichtig ist, daß die EU noch mehr wollte. Fr. Zypries hat persönlich darauf hingearbeitet, dass die Richtlinie so zustandegekommen ist. Das deutsche Gesetz geht (wieder einmal) deutlich darüber hinaus.

Filmbeitrag aus ZDF Frontal 21

In diesem Beitrag wird darüber informiert, dass bei der automatischen Aufzeichnung all der gesammelten Daten natürlich auch Fehler passieren. Da es für den Bürger keinerlei Möglichkeit gibt, nachzuvollziehen, was aufgezeichnet wird, kann jeder völlig unschuldig ins Fadenkreuz von privaten Konzernen und staatlichen Stellen geraten.

Beitrag aus der ARD zur Aushöhlung der Bürgerrechte durch die Datenspeicherung

Auch hier hat die Ministerin Zypries wieder die Stirn, wahrheitswidrig zu behaupten, daß die Datenspeicherung vor dem Gesetz genauso erfolgte wie durch die neuen Gesetze gefordert - es wird bewiesen, dass dies unrichtig ist und die Speicherung dramatisch ausgeweitet wird. Dazu wird leicht nachvollziehbar dargestellt, dass die Maßnahmen nicht geeignet sind, die Verbrechensprävention oder -aufklärung zu verbessern.

Ihre Meinung zu dieser Seite (5=Sehr gut):
12345  BEWERTEN