Das schöne Bayernland ist unsere Heimat - die Zentrumspartei will Tradition und Brauchtum fördern und pflegen.
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Grundsätzliche Haltung der bayerischen Zentrumspartei zu Tradition und Heimat:
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Ein wichtiger Bestandteil der kulturellen Identität in unserem Bayern ist die Bewahrung der regionalen Traditionen.
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Zur Heimat Bayern gehören die christlichen Feste und Traditionen als integraler Bestandteil dazu.
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Auch wenn der Staat „religionsneutral“ (d. i. laizistisch) bleiben muss, so ist es staatliche Pflicht, alle in der Heimat verwurzelten Traditionen zu fördern – auch und besonders, wenn es sich dabei um christliche Traditionen handelt.
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Die positiven Auswirkungen von Dialektpflege, der Heranführung an die Heimat und das Vertrautmachen mit den Traditionen ist wissenschaftlich belegt. Die Zentrumspartei tritt für offensive Förderung ein.
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Die Begünstigung und Förderung der bayerischen Traditionen und der heimatlichen Gebräuche bedeutet keine Zurücksetzung anderer Kulturen, sondern die Erhaltung des Erbes unserer Mütter und Väter.
Bayern – ein Land lebendiger Traditionen
In den vergangenen Jahrzehnten hat Bayern eine rasante Entwicklung durchgemacht. Doch was für die bayerische Zentrumspartei wichtiger ist als alles Wirtschaftswachstum und alle Laptops: trotz vieler „Zugereister“ und der schnellen Entwicklung hat sich Bayern einen großen Teil seiner Identität bewahren können. Diese Identität ist heute der wichtigste Baustein dafür, dass viele Menschen in Bayern fest verwurzelt sind und die Integration der vielen Menschen aus Deutschland, Europa und der ganzen Welt in Bayern so viel besser gelingt als in anderen Bundesländern. Auch wenn sich das Gesicht Bayerns stark verändert, so bleibt das Gefühl in der Heimat zu sein stark.
Dabei spielen die im Glauben ankernden Traditionen eine wichtige Rolle. Die Bräuche während des Advents mit Weihnachtsmärkten und Basaren, die Weihnachtszeit mit den geschmückten Krippen, den festlichen Konzerten, die Sternsinger am Dreikönigstag, das 40-tägige Fasten vor Ostern, die stumme Trauer während der Karwoche, die dem Palmsonntag folgt, die Anbetung des Kreuzes an Karfreitag, die Freude darüber, daß unser Herr Jesus in Wahrheit lebt an Ostersonntag, die geschmückten Fenster während der Fronleichnamsprozession, die Wallfahrten an die jahrhundertealten Stätten des Glaubens in Bayern: das alles macht Bayern aus.
Wie es um Bayern bestellt wäre, wenn diese Traditionen fehlten möchten wir uns nicht vorstellen. Damit es soweit nicht kommt, treten wir von der Zentrumspartei für die Bewahrung von Traditionen und Gebräuchen ein.
Bayerische Traditionen und Brauchtum fördern
Wenige Regionen der Erde haben ein so vielfältiges und reiches Brauchtum hervorgebracht wie Bayern. Die im Bundesland Bayern vereinten Regionen Allgäu – Bayerisch Schwaben, Oberbayern, Franken und Ostbayern weisen eine einzigartige Vielfalt an Dialekten, Musik, Tänzen, Trachten, Volkstheater, Architektur, Brauchtum, Vereinsleben und vielem mehr auf.
Diese Vielfalt soll erhalten werden. Alle Einwohner müssen die Chance erhalten, sich mit dem lokalen Brauchtum vertraut zu machen. Das wirkt nachweislich positiv auf den Zusammenhalt der Menschen in der Heimat. Das Gefühl für gesellschaftliche Verantwortung wird gefördert und erhalten, auch wenn eine größere Zahl von Menschen ansässig wird, die ursprünglich nicht aus der direkten Umgebung stammt.
Integration beginnt mit der Traditions- und Heimatpflege vor Ort – durch die Pflege und allgemeine Vertrautheit mit Dialekt, Tradition und Brauchtum. Dazu gehören unserer Meinung nach besonders auch die Gemeinden, die immer der Dreh- und Angelpunkt des Zusammenlebens sein können.
Wir möchten bei den Heimatvereinen, Musikvereinen und Blaskapellen, Trachtenvereinen, den Volkstanzgruppen und Kirchengemeinden ansetzen. Dieses Engagement ist genauso Ehrenamt wie die vielfältigen sozialen Initiativen unserer Mitbürger. Tatsächlich ist es so, dass in der Heimat verankerte Menschen sich häufig auch für die sozialen Bedürfnisse in ihrer Gemeide einsetzen.
Damit sind auch für den Staat und die Gesellschaft diese Elemente des Engagements der Bürger unersetzlich. Es wird seit einigen Jahren immer deutlicher, dass die Vernachlässigung von Tradition und Brauchtum seit Ende der 60er Jahre des vorigen Jahrhunderts große Lücken gerissen hat, die nun unter Einsatz von Unsummen korrigiert oder eingedämmt werden müssen.
Der Mensch und seine Heimat im Mittelpunkt
In den bayerischen Traditionen ist die Erfahrung von Jahrtausenden des harmonischen Zusammenlebens mit der Natur erhalten. Im Brauchtum finden Menschen zueinander. Daher sieht der Landesverband Bayern der deutschen Zentrumspartei in der Förderung von Tradition und Brauchtum eine wichtige Aufgabe von Gesellschaft und Staat. Wir halten es für nicht gut, dass auf der einen Seite Geld dafür gesammelt wird, dass Völkern im Urwald Südamerikas, in Asien oder Afrika ihre traditionelle Lebensweise erhalten wird, auf der anderen Seite die Traditionen vor Ort vernachlässigt werden.
Wir möchten, dass die Menschen in Bayern in den Mittelpunkt gestellt werden. Tradition und Brauchtum hat sich über Jahrhunderte entwickelt und auf die spezifischen Bedürfnisse und Gegebenheiten unseres Bayernlandes angepasst. Dieser Erfahrungsschatz darf nicht verlorengehen, sondern muss zum Wohle aller Einwohner Bayern genutzt werden.
Die bayerische Zentrumspartei sieht daher im Brauchtum wertvolles „Know-How“ - direkt im Dienste der Menschen. Wir möchten insbesondere dagegen arbeiten, dass in Politik und Medien dieses „Know-How“ herabgesetzt oder sogar ins lächerliche gezogen wird. Tradition und Brauchtum verdienen die Hochachtung und den Respekt aller.
Heimat, Tradition, Brauchtum - Anker in einer „globalisierten“ Welt
Wir verstehen „Globalisierung“ als einen Prozess, der gestaltet werden kann und muss. Es darf unserer Meinung nach nicht sein, dass alle Innenstädte in Bayern gleich aussehen – und dabei so ausschauen wie beliebige andere Städte in Europa und der Welt. Innovation verstehen wir auch als die Kraft, durch die Kreativität der bayerischen Menschen, die Eigenständigkeit zu bewahren.
Wir meinen: für die Gestaltung wichtiger Bauvorhaben müssen keine internationalen „Stararchitekten“ verpflichtet werden, die eine Kopie von Bauten aus New York, Tokio oder Singapur anfertigen. Die in Beton gegossenen Bausünden der CSU aus den 70er Jahren dürfen nicht weitergeführt oder wiederholt werden.
Zur Traditionspflege gehört daher auch, einen echt bayerischen Stil zu erhalten und innovativ weiterzuentwickeln. Besucher unseres schönen Bayernlandes kommen nicht, um die Kopie irgendeines Turmes aus Glas und Stahl zu sehen, sondern um das Flair und die Eigenheiten unseres Landes zu erleben.
Auch für das Lebensgefühl der Menschen in Bayern ist es wichtig, die Heimat wiedererkennen zu können. Der brutale Verdrängungskampf der Ladengeschäfte in unseren Innenstädten ist schon schlimm genug – die eindringenden internationalen Ladenketten, die sich in Turin, Paris, Lodon, Frankfurt identisch präsentieren wie in München, Würzburg, Nürnberg oder Lindau, haben mit unserer Heimat nichts mehr zu tun.
Beispiel: Wir möchten ein „Café Pauli“ mit hausgemachten Kuchen viel lieber in unseren Städten erhalten sehen, als wie Pilze aus dem Boden schießende Kaffeefabriken von „Stiffbucks“, in denen „Donuts“ aus China verkauft werden. Lokale Infrastruktur nutzt lokale Ressourcen, über die positiven Auswirkungen für Umwelt und Naturschutz hinaus erhält sich dadurch auch eine kulinarische Vielfalt („Esskultur“).
Auch dafür halten wir es für wichtig, die bayerische Heimat immer als etwas attraktives, mordernes und in die Zukunft gewandtes zu präsentieren. Tradition und Brauchtum haben sich über Jahrhunderte erhalten und sind zeitlos aktuell. Wir denken, dass Brauchtum mehr sein muss und sein kann, als das Oktoberfest. Würde insgesamt die Traditions- und Heimatpflege die Aufmerksamkeit und Geldmittel der Staatsregierung erhalten, wie das Oktoberfest, so könnte ganz Bayern von einem gestärkten und insbesondere auch wirtschaftlich wirksamen zusätzlichen Standortfaktor profitieren.
Unser Standpunkt
Wir stehen hinter den bayerischen Heimat- und Trachtenverbänden und unterstützen deren Anliegen vollumfänglich:
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Erhaltung und Pflege der regionalen Gebirgs- und Volkstrachten, einschließlich traditioneller Trachten, sowie deren Verbreitung maßgeblich fördern;
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Natürliche und geschichtliche Eigenarten des bayerischen Volkes in seinen guten Sitten eines christlichen Menschenbildes, in seinem Brauchtum, in Mundart, Volkslied, Volksmusik, Schuhplattler, Volkstanz und Laienspiel fördern, pflegen und erhalten;
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Historische Kunstwerke, handwerkliche und sonstige Denkmäler der Heimatgeschichte sowie der Volkskunst wahren und schützen;
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Jugend im Bereich der Trachtenpflege fördern und sie mit den Grundsätzen der Heimat- und Brauchtumspflege vertraut machen.
Unsere Positionen in Bayern
Wir suchen bayerische Mitbürger, die uns helfen,
die Positionen der Zentrumspartei Bayern im Bereich
Traditionspflege und Brauchtum zu
formulieren. Wenn Sie auf der Basis christlicher Ethik z. B. in
Trachtenvereinen oder in der Heimat- und Brauchtumspflege arbeiten,
würden wir uns freuen, wenn Sie uns Ihre Ansichten zu in
Bayern sinnvollen Maßnahmen mitteilen
würden.
Beitreten! Jetzt!
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