Die Natur ist durch Gott geschaffen und den Menschen in Verantwortung anvertraut
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Grundsätzliche Haltung der bayerischen Zentrumspartei zu Umwelt und Naturschutz:
- Der Mensch darf die Natur gestalten und gebrauchen.
- Unser christlicher Glaube ist Grundlage unseres Engagements für die Schöpfung. Gott hat uns die Erde anvertraut, und wir tragen Verantwortung für das menschliche und das nicht-menschliche Leben.
- Die Frage nach Natur- und Ressourcenverbrauch sowie dem Verbrauch von Natur betrifft alle Menschen und zukünftige Generationen - es ist daher eine Frage von Gerechtigkeit.
- Bayern ist mit einem überwältigenden Schatz von Naturschönheiten gesegnet. Es gilt diesen Schatz intakt für jetzige und zukünftige Generationen zu bewahren
Eine Frage der Gerechtigkeit: global, intergenerationell und ökologisch
Die
Auffassung,
die Probleme, die sich aus der unverantwortlichen Nutzung der Natur
ergeben, sorge für ausgleichende Gerechtigkeit auf der
gesamten
Welt, trifft nicht zu. Vielmehr sind die Lasten der Umweltprobleme
sehr ungleich verteilt. Je ärmer und schwächer die
Menschen, Regionen oder Länder sind, desto geringer sind ihre
Möglichkeiten, den Folgen von Umweltzerstörung
auszuweichen, sich anzupassen, zu schützen, zu versichern oder
entstandene reversible Schäden zu beheben. Im Vergleich zu den
reichen Industrienationen sind die Länder des
„Südens“,
aber auch die Arktis erheblich stärker betroffen, obwohl ihr
Pro-Kopf-Beitrag im Blick auf die Ursachen von Naturzerstörung
(bislang) eher zu vernachlässigen ist. Ähnliches gilt
für
die ärmeren Bevölkerungsgruppen, die alten und
kranken
Menschen sowie die Kinder in den wohlhabenden Ländern.
Aufgrund dieser großen Ungleichheit zwischen
Verursachern und Leidtragenden ist die Naturzerstörung also
auch
ein grundlegendes Problem der weltweiten Gerechtigkeit. Dadurch wird
auch die Gerechtigkeit zwischen den Generationen in Frage gestellt.
So werden grundlegende Menschenrechte der jetzt lebenden und
kommenden Generationen verletzt oder bedroht: das Recht auf Leben,
das Recht auf physische und psychische Unversehrtheit sowie auf
Gesundheit, das Recht auf Nahrung, auf soziale Sicherheit und
Eigentum sowie das Recht auf eine intakte Umwelt. Und
schließlich
beeinträchtigt Naturzerstörung die
Lebensräume von
Fauna und Flora und verstößt damit gegen die
Umweltgerechtigkeit.
Ethische Maßstäbe
Im Sinne der globalen, intergenerationellen und ökologischen Gerechtigkeit müssen die Akteure ihr Handeln an folgenden Grundsätzen orientieren:
Das Verursacherprinzip gebietet, rückwirkend die Lasten für verursachte Schäden zu übernehmen sowie vorausschauend alle absehbaren Kosten für Mensch und Umwelt in die Preise einzubeziehen.
Das Vorsorgeprinzip zielt auf die Minderung von Risiken und die Schonung der natürlichen Lebensgrundlagen, auch mit Blick auf die nachrückenden Generationen. Außerdem muss der Grundsatz der Verhältnismäßigkeit gewahrt bleiben
Unabhängig von "Umweltmoden" denken
Seit Beginn der Umweltbewegung hat sich die Öffentlichkeit immer wieder nur um "Umweltmoden" gekümmert. In schöner Regelmäßigkeit werden fatalistische Endzeitszenarios verbreitet. Dabei wird der Eindruck erweckt, als wenn die Lösung dieses einen Problems jeweils die Lösung aller Umweltprobleme erreichen könnte: Ozonloch, Waldsterben, bleifreies Benzin, Dosenpfand und zuletzt die CO2 Thematik zentrieren das Denken und Handeln immer wieder rund um ein "Modethema"
Konkrete Maßnahmen
Wir glauben, dass ein Umdenken beim grundsätzlichen Umgang mit Natur notwendig ist. Wir sehen wertvolle Ansätze in den "Faktor X" bzw. "Faktor 10" Studien von Prof. Ernst Ulrich v. Weizsäcker und Prof. Friedrich Schmidt-Bleek, in denen die Dematerialisierung von Wertstoffströmen beschrieben wird - also belastbare Vorgehensweisen, wie der gleiche Wohlstand und die gleichen Endprodukte mit einem um "Factor X" bzw. "Faktor 10" geringeren Ressourcenverbrauch erreicht werden kann.
Siehe auch: http://www.faktor-x.info
Unsere Umweltpositionen in Bayern
Wir suchen
umweltinteressierte bayerische Mitbürger, die uns helfen, die
umweltpolitischen Positionen der Zentrumspartei Bayern zu
formulieren. Wenn Sie auf der Basis christlicher Ethik z. B. als
Förster oder Bauer oder Landschaftspfleger arbeiten,
würden wir uns freuen, wenn Sie uns Ihre Ansichten zu in
Bayern sinnvollen Maßnahmen mitteilen
würden.
Unsere vorläufigen Positionen für Bayern:
Wir befürworten den Erhalt des alpenländischen Waldes, besonders aufgrund seiner Schutzwaldfunktionen, wir sind gegen den weiteren Ausbau von Wintersport und Siedlungen in ökologisch notwendigen Naturräumen oder von Naturkatastrophen bedrohten Gebieten.
Wir sind gegen den Ausbau der Donau mit Staustufen und für die Erhaltung der Donauauen in Bayern.
Wir möchten die Möglichkeiten der Geothermie in Bayern prüfen.
Wir halten das aktuelle EEG und die Förderung von Solaranlagen nicht für sinnvoll, ebensowenig wie die über-intensive Nutzung bayerischer Böden für den Anbau von Raps.
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